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Lexikon zum Laborbefund

Leptospiren

Bei den Leptospiren handelt es sich um Schrau­benbakterien (Spirochae­ten), zu der neben der Gattung Lep­tospira, auch die Gattungen Trepo­nema und  Borrelia gezählt werden. Man unter­scheidet L. icte­rohae­morrhagiae, L. canicola, L. autum­nalis, L. hebdamadis und L. australis mit über 180 Serotypen. Leptospiren kön­nen von ih­ren Hauptwirten, Ratten, Mäusen und Hunden, oft monate- oder jahrelang ausgeschieden wer­den.

Kli­nisch kommt es zu einer hochfieber­haf­ten Erkrankung (M. Weil), oft mit Leberbeteili­gung, Neph­ritis, gelegent­lich auch einer Menin­gi­tis. Be­son­ders gefährdete Personengrup­pen sind Landwirtschafts- und Kanalisationsar­beiter sowie Schwimmer in stehenden Gewäs­sern. Ne­ben dem Direktnach­weis in Urin oder Li­quor in der Dunkel­feldmikro­skopie kommt ins­besondere der  Antikör­per­nachweis aus dem Blut diagnos­tisch in Frage.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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