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Lexikon zum Laborbefund

Mumps

Mumps wird durch ein RNA-Virus, Pa­ramy­xovi­rus parotitis, aus der Familie der Paramyxoviri­dae verursacht. Die Inku­bati­onszeit beträgt ca. 18 bis 21 Tage. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfek­tion beim Husten, Nie­sen und Sprechen oder auch direkten Körperkontakt. Mumps beginnt mit Fieber, Appetitlosigkeit, Un­wohlsein und Kopfschmerzen, später schwellen die Ohrspeicheldrüsen an. In ca. 30 % verläuft die Infektion asymptoma­tisch. Ein IgM-Anti-kör­per-An­stieg zeigt sich innerhalb von 2 - 5 Tagen nach Auf­treten der ersten Symptome, ein IgG-Anti­körpernachweis nach frühestens 6 Ta­gen, die lebenslang persistieren kön­nen. Bei bis zu 50% der Patienten kann eine meist gutartige Hirnhautent­zündung auftreten. Ca. 25 % der männ­­lichen Pati­enten be­kommen eine Hoden­entzündung mit dem Risiko einer späteren Infer­tilität. Schwangeren Pa­tientinnen ohne Immun­schutz sollte sofort nach Mumps-Kontakt ein Im­munglobulinpräparat zur Prophylaxe ver­abreicht bekommen. Eine Immuni­tät kann durch Be­stimmung mumps­spezifi­scher IgG-Antikörper festgestellt werden.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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