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Lexikon zum Laborbefund

Coeruloplasmin

Das Glykoprotein Coeruloplasmin ist ein Bindungs- und Transportproteine für Kupfer und Eisen. Erhöhte Werte finden sich bei schweren Verläufen von Infektionen, gelegentlich auch in der Schwangerschaft.

Bedeutsam ist die Bestimmung von Coeruloplasmin bei Störungen des Kupfer­stoffwechsels. Verminderte Werte finden sich beim M. Wilson, einer Erkrankung mit Kupfer­ablagerungen vorwiegend in der Leber, Niere, Herz und der Hornhaut des Auges (Kayser-Flei­scher-Kornealring); neben dem er­nie­drigte Se­rumcoeruloplasmin ist der Kupfer­spiegel im Serum erniedrigt und im Urin erhöht. Ein molekulargenetischer Nachweis ist möglich, siehe Kapitel moelkulargenetische Nachweise. Weiterhin finden sich erniedrigte Werte bei der seltenen Men­ke-Erkrankung, Proteinverlusten durch die Niere sowie Proteinsynthese-Störun­gen der Leber.

Normbereich: Männer: 15 bis 30 mg/dl

Frauen: 15 - 30 mg/dl


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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