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Lexikon zum Laborbefund

Pertussis

Eine Keuchhusteninfektion wird durch eine Tröpfcheninfektion übertragen und durchläuft nach einer Inkubations­zeit von 7-10 Tagen bei normalen Verlauf folgende Stadien; zunächst für 1-2 Wochen das Stadium catarrhale mit Schnup­fen und trockenem, stakkatoartigem Hus­ten,  dann mehrere Wo­chen das Sta­dium convulsivum mit Hus­tenatta­cken, teilweise mit Erbrechen, und zum Schluss das Stadium decrementi mit langsam abnehmen­den Hustenatta­cken.

Spezifische Antikörper gegen Borde­tella pertus­sis, kleine kokkoide, unbe­wegliche, gramnega­tive Stäbchen, können aus dem Blut ab dem 15. bis 25. Tag nach Beginn der klinischen Sym­ptomatik nachgewiesen werden (Komplement­bindungsreaktion und EIA).

Zeichen einer frischen Infektion ist eine Serokon­version oder ein signifi­kanter Tite­ranstieg innerhalb von 14 bis 21 Tagen. Aus dem altersab­hängigen Befundmuster der spezifi­schen Antikör­perklassen A, G und M kann oft auch nach schon einmaliger Analyse auf eine frische Infektion ge­schlossen werden.

IgA-Antikörper werden kurz nach natürli­cher In­fektion, selten bei gesun­den Keim­trägern und fast nie bei Säuglingen in den ersten drei Le­bensmonaten gefunden. IgM-Antikör­per spre­chen für eine frische Infek­tion. IgG-Antikörper bleiben lange nach ei­ner natürlichen Infektion oder Impfung er­höht. Auch hohe Titer unter­stüt­zen jedoch die Diagnose einer kürzlich ab­gelau­fenen Infektion. Alternativ kann der Direktnach­weis aus Na­sen/Rachensekret mittels PCR durch­­geführt werden.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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