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Lexikon zum Laborbefund

Röteln

Das Rötelnvirus (Rubellavirus) ist ein zur Fami­lie der Togaviridae gehören­des RNA-Virus. Die Übertragung er­folgt durch eine Tröpfcheninfek­tion mit ca. 50-prozenti­ger Kontagiosität. Eine Woche vor bis eine Woche nach Exanthe­mausbruch ist der Patient in­fektiös. Erste Krank­heitszeichen sind eine leichte Entzündung der Atem­wege und eine Gesichtsrötung. Dann folgt ein mehrere Tage andauernder Hautaus­schlag, der erhaben ist und kleine, rote Knötchen bildet. Als klas­sische, so genannte „Kinderkrankheit“ ver­laufen ca. die Hälfte der Erkran­kungen asymptomatisch.

In der Schwangerschaft er­krank­te Patien­tin­nen müssen schwere Schäden des un­geborenen Kindes rechnen (Röteln-Em­bryo­pathie), daher muss bei allen jungen Mäd­chen der Immunitäts­status festgestellt und ggf. geimpft wer­den. Entspre­chende Anti­körper­nachweise (früher HAH = Hämagglu­tinationshemmtest und EIA) stehen la­boranalytisch zur Verfü­gung.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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