Lexikon zu Ihrem Laborbefund

Mit onlinebefunde können Laboraufträge jetzt einfach und schnell elektronisch erfasst werden – das System spart Ihnen Zeit und Ressourcen.

Lexikon zum Laborbefund

SARS (Schweres Akutes Respiratori­sches Syndrom = SARS)

Erreger von SARS ist ein neues bis­lang unbe­kanntes Coronavirus. Die Erkrankung trat erst­mals im November 2002 in Guandong, China auf, verbreitet sich seither weltweit. Das Virus wurde seit diesem Ausbruch bei 8422 Personen (916 Todesfälle) nachgewie­sen und konnte be­reits vier Wo­chen nach seiner Entde­ckung gen­technisch analysiert werden. Die Übertra­gung er­folgt durch Tröpfchen­infektion über einen Ma­ximalabstand von ca. zwei Me­tern mit einer In­kuba­tionszeit zwischen 2 und 10 Ta­gen. Einige Untersucher halten auch eine aerogene Übertra­gung in Form von Tröpfchenkernen [ähnlich wie bei Tuberkulose] für wahrscheinlich.

Klinisch beginnt die Er­krankung mit hohem Fie­ber, Hus­ten oder Kurzat­migkeit, zusätzlich treten Hals­schmer­zen, Myalgien, Kopfschmer­zen so­wie gastrointestinale Beschwerden auf. Dia­gnostisch kann Nasen- oder Ra­chen­spülwas­ser, BAL oder Sputum zum SARS-Direktnach­weis sowie Blut zum se­rologischen Antikörper­nach­weis in Spezi­allaboratorien verwendet wer­den. Ein Schnelltest zum Aus­schluss von In­fluenza und RSV sollte vorher durchgeführt wer­den.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


Suche