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Lexikon zum Laborbefund

Shigellen

Bei den Shigellen (s. auch Mikrobiologie)  han­delt es sich eben­falls um gramnegative Stäbchen­bakterien aus der Familie der Entero­bacteriaceae. Die Infektion wird über den Stuhl eines Er­krankten (faecal-oral) weiter­gege­ben. Dabei können sowohl die kontami­nierten Hände des Erkrankten als auch z.B. Flie­gen die Bakte­rien verbreiten. Die ersten Krank­heitszeichen der Ruhr treten bei einer Infektion mit Shigel­len nach 2-7 Tagen auf. Die Erkran­kung beginnt meist mit schwerem Durchfall mit blu­tig-schleimigen Stühlen, Übelkeit, Bauch­schmerzen und Fieber. In der aku­ten Phase ge­lingt der Di­rektnach­weis im Stuhl. Die Shigel­len-Infektion ist melde­pflichtig. Serologische Unter­suchungen sind nicht zur Diagnostik ei­ner akuten Shi­gellen-Infektion ge­eignet, sondern postin­fektiös bei der Differentialdiagnose unkla­rer Gelenk­beschwer­den.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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