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Lexikon zum Laborbefund

Aminosäuren

Aminosäuren gehören zu den Grundbau­steinen des menschlichen Körpers und werden eingeteilt in essentielle und nicht essentielle Aminosäuren.

Diejenigen Aminosäuren, die der Mensch zum Teil aus Zucker und anderen Nah­rungssubstan­zen selber herstellen kann,  bezeichnet man als nicht essentielle Ami­nosäuren. Einige andere, die wie die Vi­tamine direkt mit der Nahrung auf­genom­men werden müssen, heißen daher es­sen­tielle Aminosäuren. Die zehn essen­tiellen Ami­nosäuren sind: Valin (Val), Leu­cin (Leu), Iso­leucin (Ile), Tryptophan (Typ), Phenylalanin (Phe), Methionin (Met), Threonin (Thr), Lysin (Lys), bei Säuglingen werden zusätzlich noch Argi­nin (Arg) und Histidin (His) als essentiell betrachtet. Jede Aminosäure besitzt eine Amino- und eine Karbonsäure-Gruppe. Daher können Aminosäuren sich che­misch als Säure oder Base verhalten.

Erkrankungen des Aminosäurenstoff­wech­sels sind die Phenylketonurie, die Ahornsi­rupkrank­heit, die Citrullinämie und die Argi­ninbernstein­säure-Krankheit.

Je nach der zugrunde liegenden Stoffwech­selstö­rung findet sich in unterschiedli­cher Kon­stella­tion eine Erhöhung einzelner Aminosäuren oder von Aminosäure-Grup­pen im Serum oder Urin.

Die Diagnostik erfolgt mittels HPLC je nach Frage­stel­lung aus Se­rum oder Urin. Umstritten sind die Untersu­chungen auf ausrei­chende und aus­gewogene Amino­säurenkonzent­rationen im Rahmen des Anti-Agings und ähnli­cher Frage­stellun­gen.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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