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Lexikon zum Laborbefund

Tuberkulose (Tuberkulose spezifischer Inter­feron-γ Release Assay, Quantiferon-Test)

Der Tuberkulin-Hauttest (THT) stellte bisher die einzig mögliche Untersuchung bei Verdacht auf bzw. zum Ausschluss einer latenten Tuber­ku­lose-Infektion (LTBI) dar. Nachdem der Tuber­kulin PPD- oder „Tine“-Test („Stem­peltest“) 2005 vom Markt genommen wurde, steht seit­dem noch der Mendel-Mantoux-Intrakutan-Test zur Verfügung. Aufgrund der aufwendigeren Applikation wurde dieser zunächst weniger gern angenommen. Beide Teste zeichnen sich durch eine unbefriedigende Sensitivität und vor allem geringe Spezifität aus. Eine Vielzahl von grenz­wertigen oder positiven THTs führt bisher zu Röntgen­untersuchungen des Thorax, die zumeist keinen Hinweis auf eine Tuberkulose-Infektion ergeben.

Seit kurzer Zeit steht ein neuer in-vitro-Test zur Verfügung, bei dem Patienten-Lym­phozyten – nach gewöhnlicher Blutabnahme – mit TB-spezifischen Antigenen konfrontiert werden und das ggf. gebildete IFN-γ in einem Immunoassay nachgewiesen wird.

Indikation  ist die Diagnostik einer Myco­bac­teri­um tuberculosis-Infektion, sowohl aktiv als auch latent, das Screening von Kontakt­personen so­wie der Ausschluss einer LTBI bei Risikopatienten, etwa vor Therapie mit Immunsuppressiva oder TNF-Antikörpern.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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