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Lexikon zum Laborbefund

Yersinien

Yersinia-Bakterien (Yersinia enteroco­litica oder Yersinia pseudotuberculo­sis), gram­negative Stäbchenbakterien der Familie der Enterobacte­riaceae, können verschie­dene Krankheitsbilder verursachen, insbe­sondere Durchfall mit Bauch­schmerzen und Fieber („Pseudo­appendizitis“). Die In­fektion er­folgt über Lebensmittel, Trink­was­ser oder Haustiere. Sie fällt unter die mel­de­pflichtigen Er­kran­kungen. Der Nachweis er­folgt durch eine mikrobio­logi­sche Untersu­chung der Stuhl­probe. Zur Therapie werden An­tibio­tika (Tetrazykline, Gyrase­hemmer) ein­ge­setzt. Sero­logi­sche Untersu­chungen sind nicht zur Dia­gnostik ei­ner akuten Yer­si­nien-Infektion geeig­net, son­dern werden postinfektiös bei der Dif­fe­rentialdiagnose fraglicher Fol­geerkran­kun­gen einer Yer­sinien­infek­tion eingesetzt wie re­ak­tiver Arthritis, Erythema nodo­sum oder Uvei­tis.

 


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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