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Lexikon zum Laborbefund

Die neue Variante der Creutzfeldt-Ja­kob-Krankheit (CJK)

Die neue Variante der Creutzfeldt-Jakob-Krank­heit, die „New Variant Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (nvCJK)“ trat erstmals 1996 häufig bei jüngeren Menschen in Großbritannien auf. Übertragen wurde sie durch Verzehr infektiöser Prionen, wahr­scheinlich also infizierter BSE-in­fizierter Rinderprodukte. Das Risiko einer Infek­tion ist wohl für den Menschen seit Ende 2000 als sehr gering einzuschätzen. 

Prionen führen zu keiner Antikörperbil­dung. Es gibt deshalb keinen serologi­schen Test, der eine Diagnose am leben­den Patienten ermöglicht. Bei der Liquor-Untersuchung (s. auch dort) sprechen erhöhte Tau-Protein-Werte bei unauffälligem Phospho-Tau für CJK. Findet man das „Protein 14-3-3“ in der Hirnflüssigkeit, ist dies ein weiterer deutli­cher Hinweis auf CJD. Eine endgültige Di­agnose kann jedoch nur nach dem Tod aus der direkten Untersuchung des Ge­hirns erfolgen.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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