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Lexikon zum Laborbefund

Infektionsserologische Untersuchun­gen in der Schwangerschaft

Auch in der letztgültigen Fassung der Mutter­schaftsrichtlinien (MuRiLi vom 27.06.2008) wer­den zwingend die infekti­onsserologischen Untersuchungen auf Röteln, Lues und Hepatitis B vorgeschrie­ben. Bei allen Schwangeren muss nun nach der 32. Schwangerschaftswoche das Blut auf Hbs-AG untersucht werden. Bei begrün­detem Verdacht soll zusätzlich auf Toxo­plasmose untersucht werden. „Auf freiwilliger Ba­sis nach vorheriger ärztlicher Beratung“ soll eine HIV-Infektion ausge­schlossen werden. Dar­über hinaus hat die Schwangere das Recht „in aus­reichendem Maße ärztlich untersucht und be­raten zu werden“. Es ist wohl immer eine mensch­liche Tragödie, wenn durch unterlassene diagnostische Maßnahmen vor und in der Schwan­­gerschaft ein Kind verloren wird oder bleibende Schäden behält. Die Mu­RiLi schreiben ein Minimalprogramm vor, legen aber die ge­samte Verantwortung in die Hand des betreuen­den Arztes. Es ist daher auch aus forensischen Gründen ratsam, die gegebenen Möglichkeiten der individuellen Risikoabschätzung mit Be­ra­tung der Schwangeren über diagnosti­sche Mög­lichkeiten auszuschöpfen.

 


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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