Lexikon zu Ihrem Laborbefund

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Lexikon zum Laborbefund

Hängender Tropfen

Im hängenden Tropfen werden Beweg­lichkeit und Morphologie der Bakterien beurteilt.

Technik: Die Vertiefung  eines Hohlschliff-Ob­jektträgers wird mit Vaseline umrahmt  (Haft­mittel). Auf ein Deckgläschen wird mit einer ste­rilen Öse ein Tropfen des Unter­suchungs­materi­als (junge Flüssigkultur) gebracht. Der mit Va­seline  versehene Objektträger wird nun so auf das Deckglä­schen gedrückt, das dieses an der Vase­line haften bleibt, ohne dass der Tropfen den Objektträger berührt. Der Objektträger wird jetzt schnell umgedreht, so dass der Tropfen in­nerhalb des Hohl­schliffs am Deckgläschen frei hängt.

Mikroskopie: Mit einer kleinen Vergröße­rung (10:1 Trockenobjektiv) wird der Rand des Trop­fens eingestellt (am Rand  ist die Dicke der Flüs­sigkeitsschicht am geringsten, kann also leichter durch­mikroskopiert werden), dann er­folgt die Betrachtung mit der Ölimmer­sionsob­jektiv.

Die echte Beweglichkeit zeichnet sich durch Ortsveränderung und Richtungsän­derung aus und muss von der Brown­schen Molekularbe­we­gung unterschieden werden („Zittern“ auf einer Stelle).


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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