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Lexikon zum Laborbefund

CK-MB

Die CK-MB kommt in besonders hoher Konzent­ration im Herzmuskel vor. Dem­entspre­chend ist bei einer Schädigung des Herzens, z. B. einem Infarkt, die CK-MB Konzentration im Blut erhöht. Ent­scheidend ist jedoch nicht die Gesamt­konzentration der CK-MB, sondern der prozentuale Anteil der CK-MB an der er­höhten Gesamt-CK. Für die Beurteilung erhöhter CK-MB-Werte ist die Kenntnis der Bestimmungs­methodik notwendig.  Man misst die CK-Rest­aktivität nach im­munologischer Blockierung der M-Aktivität (Immuninhibitionstest), wobei ne­ben der CK-MB auch die CK-BB gemessen wird. Ein Anteil unter sechs Prozent der CK-MB an der Gesamt-CK spricht für eine En­zymfrei­setzung aus der Sklettmuskulatur, ein Anteil über sechs Prozent für eine Enzym­freisetzung aus der Herzmuskulatur.

CK-MB-Anteile über 20 Prozent weisen auf Stö­rungen der Messung durch CK-BB bei Hepatitis, Pankreatitis,  Darminfarkten, malignen Tumoren oder neurologischen Erkrankungen (Hirn) hin.

Alternativ, in Europa jedoch weniger ge­bräuch­lich, ist die immunologische Mes­sung der CK-MB-Konzentration.

Normbereich:

Werte < 6 % der Gesamt CK-Ak­tivität sprechen  gegen einen Infarkt


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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