Lexikon zu Ihrem Laborbefund

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Lexikon zum Laborbefund

Allgemeine Kulturbedingungen

Bakterien und Pilze können in der Regel mit rela­tiv einfachen Mitteln in chemisch mehr oder weniger definierten Nährme­dien wachsen. Obli­gat intrazelluläre Bak­terien benötigen zur Ver­mehrung lebende Zellen.

Gebräuchliche Grundsubstanzen der Nährme­dien sind:

Peptone: Stickstoffquelle. Spaltprodukte tieri­scher und pflanzlicher Eiweiße. Sie setzten sich aus verschiedenen stickstoff­haltigen Kompo­nenten einschließlich der Aminosäuren zusam­men und dienen des­halb als Stickstofflieferant für Mikroorga­nismen mit unterschiedlichsten Nährstoff­ansprüchen.

Fleischwasser: Eiweißquelle. Dehydriertes Kon­zentrat von wässrig abgekochtem mageren Rind­fleisch (enthält unter ande­rem Kreatinin, Xan­thin, Harnstoff, Gluta­min, Glycogen, Hexo­sephosphat).

Hefeextrakt: autolysierte Hefezellen, reich an Wachstumsfaktoren und Vitaminen des B-Kom­plex

NaCl (osmotischer Ausgleich) u. a. Puffer­salze (z. B. Phosphate, Karbonate zur Stabilisierung des pH-Wertes)

 

Zusammen mit Kohlenhydraten und Gly­kosiden, die eine leicht verwertbare Koh­lenstoff- und Energiequelle darstellen, er­geben die o.g. Sub­stanzen in Aqua dest. gelöst die Nährbouillon.

Feste Nährböden werden durch Zusatz von 1-2 % Agar-Agar oder 12-15 % Gela­tine hergestellt.

Agar-Agar wird aus Meeresalgen (Poly­saccha­rid) hergestellt, schmilzt bei etwa 95°C und er­starrt bei 45°C.

Gelatine findet nur noch in Einzelfällen Ver­wendung (Prüfung auf Gelatinasebil­dung), da sie bereits bei 26 – 30°C schmilzt.

Einige besonders anspruchsvolle Bakte­rien be­nötigen für ihre Vermehrung zu­sätzlich noch Blut oder Serum im Nährme­dium.

Für die Kultivierung von Neisserien und hä­mophilen Keimen, wird der Blutagar vor der Herstellung von Blutplatten auf 75-80 OC erhitzt. Man erhält dann den Kochblutagar  oder „Scho­koladenagar“.

Man unterscheidet folgende Nährmedien:


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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