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Lexikon zum Laborbefund

Myoglobin

Myoglobin ist für den Sauerstofftransport inner­halb der Muskelzellen zuständig und dient als zusätzliches Sauerstoffreservoir; es kommt im Zytoplasma der Herz- und Skelettmuskelzellen vor. Als Laborpara­meter  wird es in der Dia­gnos­­tik des Myo­kardinfarks sowie Verlaufs­beurteilung ei­ner Lysetherapie eingesetzt. 

Bereits ca. zwei Stunden nach Auftreten eines Infarkts steigt das Myoglobin an und gilt somit als früher, jedoch unspezifischer Marker eines Myokardinfarkts. Auch bei Schädigungen der Skelettmuskulatur durch Sport oder Verletzung kommt es insbesondere bei untrainierten Perso­nen zu hohen Werten; der Höchstwert tritt so­fort nach der Belastung auf, bei Trainier­ten erfolgt die Myoglobinfreisetzung we­sentlich später und in geringerem Maße.

Normbereich: < 90 µg/l

Die oben erwähnten Untersuchungen sollten da­her als herzspezifische Para­meter bei folgenden Indikationen einge­setzt werden:


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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