Lexikon zu Ihrem Laborbefund

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Lexikon zum Laborbefund

Automatische biochemische Identifizie­rung

Die Identifizierung der Bakterien und Pilze er­folgt mittels biochemischer Reaktionen, die photometrisch gemessen und mit spe­zieller Software ausgewertet werden. Die Empfindlich­keitsbestimmung beruht auf der Rehydratisie­rung von Antimycotika durch Zugabe einer stan­dardisierten He­fesuspension. Das Hefenwachs­tum wird durch den dem Testmedium zugegebe­nen AST-Indikator per Farbumschlag von blau nach rosa angezeigt.

Andere Systeme verwenden zur Identifi­zierung der Organismen chromogene und fluorogene biochemische Tests. Die mikrobielle Verwertung und der Abbau spezifischer Substrate werden anhand verschiedener Indikatorsysteme nachge­wiesen. Das Wachstum der Bakterien wird durch kontinuierliche Messung der Bakte­rientrübung und der Indikatoränderung bestimmt. Zur Aus­wertung der MHK- Werte wird zusätzlich die Bakterienidenti­tät mit verwendet:

Die niedrigste Konzentration eines Antibi­oti­kums, bei der kein Bakterienwachstum festzu­stellen ist, wird als minimale Hemm­konzentra­tion (MHK) bezeichnet. Die MHK- Werte wer­den anschließend ent­sprechend der CLSI (Clini­cal and Labora­tory Standards Institute, USA) interpretiert. Zusätzlich werden für die Erstel­lung des endgültigen Resistenzergebnisses Ex­pert-Regeln und der Nachweis von Re­sistenz­mechanismen berücksichtigt.

Die Panels werden mit einer Bakterien­suspen­sion inokuliert, die einem McFar­land von 0.5 oder 0.25 entspricht. Wird mit einem McFarland 0.25 gearbeitet, muss man berücksichtigen, dass hiermit nicht alle Bakterienarten bearbeitet wer­den können. Die Panels werden online in das Laborprogramm übertragen.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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