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Lexikon zum Laborbefund

Koagulase

Der Nachweis dient der Abgrenzung von Koa­gulase produzierenden Staphylokok­ken gegen­über anderen Staphylokokken und Mikrokokken. Koagulase bindet Plasmafibrinogen, was zu ei­ner Agglutina­tion von Organismen oder einer Gerin­nung des Plasmas führt. Es können zwei ver­schiedene Formen der Koagulase ge­bildet werden: freie und gebundene. Freie Koagulase ist ein extrazelluläres Enzym, die gebundene Koagulase (auch als Clumping-Faktor bezeich­net) bleibt mit der Zellwand des Organismus verbunden.

Latexagglutination

Hier werden die gebundene Koagulase und gleichzeitig das Protein A nachgewie­sen. Protein A ist ein Pathogenitätsmerk­mal von S. aureus-Stämmen und ist ein als Peptidoglykan in der Zellwand veran­kertes, zur Zelloberfläche ge­richtetes Protein. Es besitzt eine hohe Affinität zu den Fc-Fragmenten der Immunglobuline, ins­besondere des IgG’s, wobei die Fab-Fragmente frei bleiben. Methicillinre­sistente-Stämme (MRSA) be­­sitzen häufig zusätzlich eine Kapsel, die den Nachweis von Protein A und Clumping- Faktor durch Maskierung verhindern kann. Das Rea­genz enthält Latexpartikel, die mit Fibrino­gen, IgG und monoklonalen Antikörpern gegen das Kapselpolysaccharid von S. aureus be­schichtet sind. Wenn das Latex­reagenz mit Staphylokokkenkolonien ge­mischt wird, die den Clumpingfaktor oder das Protein A besitzen, tritt eine Vernet­zung auf, die zu einer sichtbaren Ag­gluti­nation der Latexpartikel führt.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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