Lexikon zu Ihrem Laborbefund

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Lexikon zum Laborbefund

Eiter und Wundabstriche

Bei geschlossenen Infektionsprozessen sollte die Materialgewinnung vor der thera­peutischen Inzi­sion durch Punktion und Aspiration mit einer Spritze unter aseptischen Bedingungen erfolgen. We­gen der Möglichkeit einer Anaerobierbe­teili­gung sollte der Eiter in der für die Ent­nahme ge­nutzten Spritze oder in einem speziell für Anae­robier geeigneten Trans­portmedium eingesandt werden. Bei In­fektionen nach Tierbissen sowie Entzün­dungen in Schleimhautnähe ist mit Anae­robiern zu rechnen und dementsprechend zu be­handeln: reduzierendes Transport­medium (Amies-Medium) verwenden.

Exsudate und Eiter aus offenen Wunden: Mate­rial mit einem sterilen Tupfer vom Wundgrund entnehmen. Dazu überschüs­siges Sekret und oberflächliche Beläge entfernen. Bei der Aus­wertung ist zu be­achten, dass Tupferabstriche von der Wundoberfläche häufig mit Bakterien aus der umgebenden Hautflora kontaminiert sind.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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