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Lexikon zum Laborbefund

Resistenzbestimmung

Eine antibiotische Therapie verspricht nur Er­folg, wenn das Antibiotikum gegen den Krank­heitserreger wirksam ist bzw. keine Resistenz vorliegt. Die Empfindlichkeits­prüfung ist aller­dings ein in vitro Verfah­ren, dessen Ergebnisse nur unter be­stimmten Vorraussetzungen auf den Men­schen übertragen werden können.

Die Wirksamkeit von Antibiotika kann mit ver­schiedenen Methoden überprüft wer­den. Die am weitesten verbreitete Me­thode ist der Agardiffu­sionstest, bei dem ein mit dem zu testenden An­tibiotikum getränktes Filterpapierscheibchen auf eine mit dem Keim beimpfte Agarplatte gelegt wird. Aus der Größe des Hemmhofs las­sen sich Rückschlüsse auf die Empfind­lichkeit des Bakte­riums ziehen. Die Beur­teilung der Hemmhöfe er­folgt nach der aktuellen CLSI (Clinical and labo­ratory standards institute).

Agardiffusionstest mit Hemmhöfen

Eine traditionelle Technik ist neben der Agardif­fusion das Reihenverdünnungs­verfahren. Meh­rere „Röhrchen“ enthalten jeweils gleiche Vo­lumina einer geeigneten Bouillon mit geomet­risch verdünntem Ge­halt des jeweiligen Che­motherapeutikums. Nach Beimpfung und an­schließender Be­brütung wird anhand der Trü­bung festge­stellt, bis zu welcher Konzentration noch Wachstum erfolgt. Die niedrigste Wirk­stoffkonzentration, bei der makroskopisch kein Wachstum mehr feststellbar ist, wird als mini­male Hemmkonzentration be­zeichnet. Mit der Miniaturisierung wurde der Reihenverdün­nungstest auch der Me­chanisierung und Auto­mation zugänglich.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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