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Lexikon zum Laborbefund

Aspergillus (Hyalohyphomyzeten)

Aspergillen sind Schimmelpilze. Sie las­sen sich auf einfachen Pilznährböden an­züchten. Asper­gillus flavus produziert Afla­toxin B1, ein Kanze­rogen.

Eigenschaften/Pathogenitätsfaktoren

Der individuelle Immunstatus des Orga­nismus ist bei der Aspergillose bedeutsam für die Er­krankung.

Description: Aspergillus glaucus

Aspergillus

Klinik

Organabhängig unterscheiden sich die Erkran­kungstypen. Besonders häufig ist die Kolonisie­rung der vorgeschädigten Lunge (COPD, Bron­chiektasen Tumoren). Unterschieden werden die bronchopulmo­nale Aspergillose, die invasiven Formen sowie Aspergillome in präformierten Höh­len. Eine hämatogene Aussaat führt zu ei­ner Sepsis mit meist tödlicher Folge.

Eine allergische Reaktion auf den Pilz als Anti­gen ist die allergische bronchopulmo­nale Asper­gillose (ABPA), die zu Asthma bronchiale füh­ren kann.

Diagnostik

Kultureller Erreger-Nachweis und Antikör­per­nachweise, bei Typ I-Allergie IgE-Anti­körper

Probenmaterial

Respiratorische Sekrete, Serum

Therapie

Amphotericin B als Monotherapie (Alternativen sind Voriconazol und Caspofungin), eine Kombi­­­nationtherapie mit Flucytosin oder Ri­fampicin ist möglich. Itraconazol ist ebenfalls wirksam.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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