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Lexikon zum Laborbefund

Cryptococcus neoformans 

Vorkommen

Cryptococcus neoformans, ein Hefepilz, findet sich überall im Erdboden, insbeson­dere bei Kontamination mit Taubenkot. Durch Inhalation des trockenen, erreger­haltigen Staubes erfolgt die Infektion.

Klinik

Durch Kryptokokken verursachte Erkran­kungen sind selten und betreffen meist abwehrge­schwächte Patienten (HIV). Die Erreger werden über den Atmungstrakt aufgenommen und ver­mehren sich in der Lunge. Von diesem primären Herd gelan­gen sie dann über das Blut ins Gehirn und andere Organe. Eine schwerwiegende Kom­plikation ist die Enzephalitis bzw. Me­ningoen­zephalitis.

Diagnostik

Eine Verdachtsdiagnose kann aufgrund des mik­roskopischen Bildes gestellt werden,  die Diag­nose erfolgt durch Antigen- und Anti­körpernach­weis im Blut sowie kultu­rell.

Probenmaterial

Trachealsekret, BAL oder Serum

Therapie

Nach einer anfänglichen Kombinationsthe­rapie mit Amphotericin B, 5-Fluorcytosin und Fluco­nazol  weitere Sekundärbe­handlung mit Fluco­nazol über mehrere Monate.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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