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Lexikon zum Laborbefund

Trichinella spiralis (Trichinen)

Trichinen gehören zur Gattung winziger Faden­würmer; sie haben eine parasitische Lebensweise und erreichen eine Länge von 1,5 mm (Männ­chen) bis zu 4 mm (Weibchen). Hauptan­steckungs­quelle für den Menschen ist das Haus­schwein, grundsätzlich können aber alle Säuge­tiere, auch Menschen, und Vögel als Zwischen- oder Endwirt in Frage kommen.

Nach Verzehr infizierten Fleisches gelangt der Wurm in den Darm und produziert dort Larven; diese durchdringen die Darmwand, breiten sich hämatogen aus und bilden schließlich in der Muskulatur feste, infektiöse Zysten.

Der Vermeh­rungszyklus ähnelt damit dem des Schweine­bandwurms. Infizieren kann man sich durch Verzehr befallenen Fleisches, was heutzutage durch Fleischbeschau selten geworden ist. Trichinen sind grundsätzlich in Europa, USA, Mexiko und im Osten von Südamerika anzutreffen.

Die Diagnose der Trichinose erfolgt durch den mikroskopischen Nachweis von Larven oder den Antikörper­nachweis im Blut.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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