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Lexikon zum Laborbefund

Hunde- und Fuchsbandwümer

Beim Hundebandwurm (Echinococcus granulo­sus) und beim Fuchsbandwurm (Echinococcus multilocolaris) fungiert der Mensch nur als Zwi­schenwirt, der als „Fehlzwischenwirt“ jedoch keine Larven mehr ausscheidet. Hunde- und Fuchsbandwürmer sind zwischen ein und sechs Millimeter lang.

Die Eier des Fuchsbandwurmes werden über die Nahrung von Nagetieren, die des Hunde­band­wurms werden von Wiederkäuern aufgenommen und entwickeln sich zu Band­wurmzysten in deren Leber. Der Zyklus ist ge­schlossen, wenn diese Tiere oder ihre Schlacht­abfälle wieder von Fuchs oder Hund gefressen werden.

Die Infektion des Menschen erfolgt durch Essen von infizier­tem Gemüse, Waldbeeren oder Pilzen, aber auch durch Schmierinfektion durch Kon­takt mit infizierter Erde (Kot) oder infizier­ten Tieren, die auf ihrem Fell Bandwurmeier tragen. Da die Finnen sich meist in der Leber ablagern, stehen hepatogene Beschwer­den im Vordergrund. Da Lar­ven in Lunge, Gehirn und Leber eindringen kön­nen, können auch lebensbedrohliche Komplikationen entstehen.

Die Diagnose von Fuchs- und Hundebandwür­mern ist schwierig, aber über einen sero­logischen Nach­weis oder Ultraschall (Leber­zysten) mög­­lich. Eine Infektion mit dem Fuchs- oder Hundebandwurm ist anonymisiert melde­pflichtig.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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