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Lexikon zum Laborbefund

Unklare CK- bzw. CK-MB-Erhöhung

Der Ausschluß eines Infarktes gelingt mittels der Bestimmung von CK-Isoenzy­men und Troponin.

Bislang beruht die Labordiagnostik eines akuten Myokardinfarktes auf dem Nach­weis erhöhter Serumaktivitäten von CK und LDH, beziehungs­weise ihrer Isoen­zyme CK-MB und HBDH nach frühestens sechs Stunden.

Die Aktivitäts­be­stimmungen, insbe­sondere die der Isoenzyme, sind nur un­zu­reichend sensi­tiv, so dass gerade bei kleineren Infarkten, bei insta­biler Angina pectoris sowie bei to­xischen Herz­muskel­schäden diagnosti­sche Unstimmig­keiten auftreten.

Myoglobin wird als kardiales Protein schon bei geringen Schädigungen der Herzmus­kelzelle in das Blut freigesetzt. Es kann - deutlich vor den kardialen Enzymen CK, bzw. CK-MB - schon in der wichtigen Früh­phase eines Infarktes (2-4 h) nach­gewiesen werden. Auf Grund seiner kur­zen Halbwertzeit normalisiert sich der Wert des My­oglobins jedoch innerhalb von 24 Stunden, so dass län­ger zurückliegende In­farktereignisse nicht zu er­kennen sind.

Troponin hat im Gegensatz zu den ande­ren Mar­kern die höchste Spezifität für den Herzmuskel und bleibt auch bei minimalen Herzmuskelschä­digungen noch Wochen später im Serum erhöht. Auf Grund seiner hohen Spezifität und Sensiti­vität auch in der Frühphase nach einem Herzin­farkt (2-4 h) ist Troponin der ideale Myo­kard­mar­ker.


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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