Lexikon zu Ihrem Laborbefund

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Lexikon zum Laborbefund

Kreislauf

Die Regulation des menschlichen Kreislaufs wird u. a. durch die Herzleistung, dem Blut­vo­lumen, dem peripheren Gefäßwiderstand und der Dehnbarkeit der arteriellen Gefäße bestimmt. Der individuelle Blutdruck ist ein einen stark schwankenden Messparameter, der Hypertonus (systolisch ab 140, diastolisch ab 90 mm Hg) ist die häufigste kardiovaskuläre Erkrankung der westlichen Länder. Ca. 20 % der erwachsenen Be­völkerung, in Deutschland fast 20.000.000 Menschen sind davon betroffen.

Typische Laborveränderungen von Hyper­tonikern sind – in Abhängigkeit ihrer Grund­erkrankung – eine Hyperglykämie (Diabetes, M. Cushing), eine Kreatininerhöhung (Nieren­erkrankung), eine Hyperurikämie (Gicht, Hyper­parathyreodismus) sowie eine Hypercholesterin­ämie und  –triglyceridämie.

Man unterscheidet zwischen der viel häufigeren (über 85 %) primären, essentiellen Hypertonie ohne weitere Symptomatik und der selteneren sekundären Hypertonie (bis zu. 15 %).

Insbesondere bei jüngeren Patienten ohne Risikofaktoren wie Adipositas oder Diabetes, bei plötzlicher Symptomatik oder deutlichen körper­lichen Veränderungen und Befindlichkeiten wie bei Schilddrüsen­erkrankungen, Cushing-Syn­drom oder Akromegalie ist eine sekundären Ver­ursachung der Hypertonie zu erwägen.

Zum minimalen Laborprogramm einer Hyper­tonieabklärung ist folgendes Programm sinn­voll:

Kalium, Kreatinin und Harnsäure, TSH sowie Urinbefund (Stix, Sediment, Mikroalbumin)

Das im Folgenden beschriebene erweiterte La­bor­programm sollte nur bei Verdacht auf endo­krine Ursachen eingesetzt werden. An anderer Stelle werden besprochen:

24 h-Urin auf Cortisol zum Ausschluss eines Cushing-Syndroms,

Somatotropin und IGF-1 (Somatomedin C)  im Blut zum Aus­schluss einer Akromegalie


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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