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Lexikon zum Laborbefund

Aldosteron

Aldosteron als zu den Mineralkortikoiden gehö­ren­des Nebennierenrindenhormon beeinflusst den Elektrolyt- und Wasser­haushalt sowie über das Renin-Angioten­sin-Aldosteron-System (RAAS) das extrazelluläre Flüssigkeits- und Plas­­ma­volumen.

Physiologisch fördert Aldosteron die Natri­um­reabsorption und Kaliumexkretion. In Kom­bina­tion mit der Renin-Bestimmung dient die Al­dosteronbestimmung zur Diag­nose­stellung eines Mineralokortikoidman­gels oder Hyperaldostero­nis­mus. Hohe Aldosteronwerte bei Tumoren der Neben­nierenrinde (Adenome oder Karzinome) und bei NNR-Hyperplasie spre­chen für ei­nen pri­mären Hyperaldosteronismus (M. Conn), be­dingt durch eine autonome Al­dosteron-Sekre­tion. Differentialdiagnos­tisch wird dieser vom sekundären Hyperaldosteronismus, der im Rah­men ver­schiedener Entgleisun­gen des Elektrolyt- und Wasserhaushalt auftreten kann.

Verminderte Aldosteronwerte werden bei der primären NNR-Insuffizienz (M.Addison) oder durch verschiedene En­zymdefekte, die für Al­dosteronsynthese zuständig sind, beobachtet.

Normbereich:

liegend 25 – 150 pg/ml, stehend 70 - 350 pg/ml


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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