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Lexikon zum Laborbefund

ANP

Atriales Natriuretisches Peptid (ANP) ge­hört zu den Herz-Peptidhormonen, wird aus den myokar­dialen Vorhofzellen in das Blut freige­setzt und weist bei kardialer In­suffizienz erhöhte Plasmaspiegel auf. Sein adäquater Sekretionsreiz ist die atriale Vorhofdehnung. Störungen der Volumen­homöostase  kardial oder renal bedingt korrelieren mit pathologischen ANP-Spie­geln. Bei suffizienter kardialer Therapie kommt es zu einem Abfall der erhöhten ANP-Spiegel. ANP beeinflusst die Diu­rese, die Vasodilation und den arteriellen Blutdruck.

Indiziert ist die selten eingesetzte Untersuchung bei Patien­ten mit terminaler Niereninsuffizienz als Indikator des Überwässerungsgrades bei Di­alysepatienten, bei Lungenarterienem­bolien so­wie zur Therapie­kontrolle bei kongestiver Herzinsuffizienz.

Normbereich: 9 - 68 pg/ml


Dr. Stephan Schauseil et. al., Medizinische Laboratorien Düsseldorf


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